Obwohl sich die Auftragslage im Berlin-Brandenburger Bauhauptgewerbe im August 2009 weiter verschlechterte, konnten der Straßen- und der öffentliche Hochbau in Berlin enorme Umsatz-Zuwächse verzeichnen.
Die Betriebe des Berliner Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten verbuchten im August 2009 einen Umsatz von 144,2 Millionen Euro und damit zwei Prozent weniger als vor einem Jahr. Hauptverantwortlich dafür waren die Umsatzrückgänge sowohl im Hoch- (–18,8 Prozent) als auch im Tiefbau (–9,3 Prozent). Hingegen verzeichneten der Straßenbau und der öffentliche Hochbau jeweils enorme Umsatz-Zuwächse von 43,8 bzw. von 31,3 Prozent. Dadurch fiel der Rückgang des gesamten baugewerblichen Umsatzes nicht stärker aus.Der Auftragseingang in den befragten Betrieben sank im August 2009 gegenüber dem Vorjahr um 29,2 Prozent auf 105,1 Millionen Euro. Damit setzt sich die negative Entwicklung der Auftragseingänge der vergangenen Monate fort. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte, lag die Zahl der tätigen Personen mit 8.946 um 2,2 Prozent über der des Vorjahres. Somit hat sich die Wirtschaftskrise noch nicht auf die Beschäftigtenzahlen der Berliner Baubetriebe ausgewirkt. Die Bruttoentgeltsumme wies 23,9 Millionen Euro aus und lag 5,5 Prozent über der des Vorjahres.Hingegen stieg in den Betrieben des Brandenburger Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr tätigen Personen im August 2009 der baugewerbliche Umsatz um 5,1 Prozent auf 202,9 Millionen Euro an. Obwohl der Umsatz im Hochbau um 10,2 Prozent zurückging, konnte die Umsatzsteigerung im Tiefbau um 17,1 Prozent dies überkompensieren.Bei den Auftragseingängen in Höhe von 150,9 Millionen war jedoch auch in Brandenburg ein Rückgang von 9,1 Prozent zu verzeichnen, der jedoch nicht mehr so stark ausfiel wie noch in den Vormonaten (Juli –16,7 Prozent; Juni –13,1 Prozent). Die Zahl der tätigen Personen sank im August um 3,3 Prozent auf 15.857. Diese erbrachten in 1,8 Millionen Arbeitsstunden einen baugewerblichen Umsatz 12.796 Euro pro Person (+ 8,7%).