ASTRA BESTÄTIGT KÜNFTIGE VERSCHLÜSSELUNG UND GEBÜHRENBELASTUNG FÜR DIGITALES SATELLITEN-TV

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Im Dezember 2005 hatte der BBU bereits berichtet, dass die privaten Sendeanstalten erwägen, ihre Programme über Satellit künftig nur noch verschlüsselt auszustrahlen und mit einer zusätzlichen Gebühr zu belegen. Den damaligen Dementis einzelner Sender zum Trotz hat der SES ASTRA-President und CEO Ferdinand Kayser nunmehr diese Pläne im Zusammenhang mit der Ankündigung einer neuen Digital-TV-Plattform, bei der auch Free-TV-Sender codiert – also verschlüsselt - ausgestrahlt werden sollen, bestätigt. Wie der Chef des in Deutschland führenden Satellitenbetreibers jetzt in einem Interview erläuterte, entwickele ASTRA ein Technik- und Service-Paket, mit dem Sender Free- und Pay-TV mit neuen interaktiven Anwendungen und digitalen Diensten kombinieren könnten. Dieses Paket solle Sendern und dadurch natürlich den Zuschauern den Umstieg und Einstieg in die digitale Welt ermöglichen. Die Kodierung der Sendesignale werde von den Sendern mehr und mehr nachgefragt, so Kayser. Verschlüsselung sei wichtig, weil erstens über die Kodierung und eine homogene Technik ein breites Angebot ermöglicht werde, zweitens die Kodierung den Sendern den digitalen Schutz vor Missbrauch und Piraterie erlaube und drittens die Sender durch diesen Schutz geographisch präzise abgegrenzte Programmrechte erwerben und damit für die Rechteinhaber – Fußballverbände, Vereine oder Spielfilm- und Programmproduzenten – ein verlässlicher Partner bleiben könnten.Kayser betont zwar, dass Free-TV auch künftig Free-TV bleiben und der Konsument nichts für Inhalte und Programme zahlen solle. "Er zahlt lediglich eine Gebühr für die Nutzung der technischen Infrastruktur. Die Erweiterung der digitalen Satellitentechnik erfordert gewisse Investitionen und der Unterhalt der Technik kostet Geld. Daher kann es das Satellitenfernsehen von morgen nicht mehr, wie bisher, vollständig zum Nulltarif geben," versuchte Kayser die geplante zusätzliche Gebühr zu umschreiben. Eine aktuelle ASTRAPressemitteilung spricht in diesem Zusammenhang von einer "niedrigen monatlichen Digital-Pauschale".Das neue Plattform-Angebot steht nach ASTRA-Angaben allen Sendern zur Verfügung, es sei "offen und diskriminierungsfrei" und bestehe aus Sendeabwicklung, Kodierung der Sendesignale, Verbreitung von Zugangskarten (Smartcards) und Kundendienst. Die Sendeabwicklung und -technik werde durch die Tochterfirma Astra Platform Services (APS) in Unterföhring gewährleistet.TV-Zuschauer können, so ASTRA, das digitale Angebot nutzen, wenn sie über digitalen Satellitenempfang und einen TV-Receiver mit passender Smartcard verfügten und sich einmalig anmeldeten. In der Praxis bedeutet dies, dass sich viele Satelliten-Haushalte neue Receiver anschaffen müssen oder zum Beispiel auf Kabelempfang ausweichen könnten. Denn für die zum Empfang der über diese neue Plattform ausgestrahlten Programme sind nur solche Receiver geeignet, die entweder eine passende Smartcard – mit dem Verschlüsselungssystem Nagravision - bereits lesen können oder mit einer offenen Schnittstelle, einem so genannten Common Interface (CI), ausgerüstet sind.BBU-Mitgliedsunternehmen steht die ASTRA-Pressemitteilung über Internet im pdf-Format zur Verfügung. ASTRA-Pressemitteilung

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