ARD BESCHLIESST DIGITAL-STRATEGIE

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Die in der ARD zusammengeschlossenen Rundfunkanstalten haben auf ihrer jüngsten Sitzung in Saarbrücken einstimmig die ARD-Digitalstrategie verabschiedet. Das unter Federführung des Saarländischen Rundfunks entstandene Strategiepapier beschreibt ein Themenspektrum vom hoch auflösenden Fernsehen HDTV und Handy-TV über ein Audio- und Videoportal bis hin zu digitalen Zusatzangeboten im Hörfunk. So sollen nach einer Pressemitteilung Fernsehzuschauer und Radiohörer künftig die Möglichkeit erhalten, deutlich mehr Sendungen und Inhalte der Landesrundfunkanstalten unabhängig von Ort und Zeit zu nutzen. So könne beispielsweise ab dem 16. Juli 2007 die stündlich aktualisierte 100-Sekunden-Tagesschau von EinsExtra jederzeit auf dem Handy abgerufen werden. Außerdem werde ein zentral auf www.ard.de zugängliches Audio- und Videoportal rechtzeitig zur Internationalen Funkausstellung Anfang September in Berlin viele Fernseh- und Hörfunkinhalte der ARD und ihrer Landesrundfunkanstalten kostenfrei für einen Zeitraum von sieben Tagen zum Abruf bereitstellen. Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff betonte, dass die Digitalisierung auch die Chance biete, verstärkt jüngere Zielgruppen zu gewinnen. "Die stark ansteigende Nachfrage nach den Podcast-Angeboten der ARD zeigt erfreulicherweise, dass selbst anspruchsvolle Kulturbeiträge und längere Wortsendungen auch jüngere Zielgruppen erreichen, wenn die Inhalte im Internet abrufbar sind", so Raff. Den Einstieg in das hoch auflösende Fernsehen HDTV (High Definition Television) plane die ARD gemeinsam mit dem ZDF für 2010. Die Olympischen Winterspiele in Vancouver im Februar 2010 würden bereits in HD ausgestrahlt. Im Anschluss an die Olympischen Spiele werde das Erste simulcast, also parallel zu herkömmlichen Übertragungstechnik, in HD über Satellit gesendet. In den Folgejahren werde die ARD der Marktentwicklung entsprechend weitere ARD-Programme in HD-Qualität ausstrahlen. Gleichzeitig würden ARD-Programme und -Inhalte zunehmend auch über Handy-TV empfangbar sein. Zudem hat die ARD beschlossen, das öffentlich-rechtliche Profil ihrer drei Digitalkanäle der weiter zu schärfen: EinsExtra soll sich zu einem umfassenden Informationsprogramm für alle Nutzungsformen und Verbreitungswege weiter entwickeln. EinsPlus soll sich als Ratgeber-, Service- und Wissenskanal profilieren und EinsFestival sowohl in seinen Reportageformaten als auch im fiktionalen Bereich verstärkt ein jüngeres und bildungsaffines Publikum ansprechen.Um die Auffindbarkeit von Sendungen und Inhalten zu verbessern, werde ein über www.ARD.de zugängliches Audio- und Videoportal online gestellt, in dem viele Sendungen und Inhalte der ARD-Programme gebündelt werden, die zum Abruf bereit stehen. Rechtzeitig zur Internationalen Funkausstellung in Berlin würden zahlreiche Radio-Beiträge, ausgewählte TV-Sendungen und Podcasts im neuen Design präsentiert. Anders als bei den bisherigen Mediatheken enthalte das Audio- und Videoportal nicht nur Fernsehsendungen, sondern auch Hörfunk-Beiträge. So sollen im Online-Portal künftig die beliebtesten Sendungen auch nach deren Ausstrahlung noch abrufbar sein, per Mausklick und kostenfrei. Auch das Radio will die ARD in der digitalen Welt als eigenständiges Medium ausbauen. Das Strategiepapier wird nach Senderangaben kontinuierlich weiter entwickelt.