ARCHITEKTENWETTBEWERB UM EBERSWALDER WOHN-UND GESCHÄFTSHAUSNEUBAU IST ENTSCHIEDEN

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Der Architektenwettbewerb um die Bebauung des Areals Friedrich-Ebert-Straße in Eberswalde ist entschieden. Die seit dem Zweiten Weltkrieg brachliegende Fläche soll mit Wohn- und Geschäftshäusern nach Entwürfen des Hamburger Architekturbüro PFP-Planungs-GmbH bebaut werden. Dies gaben am 19. August Bürgermeister Friedhelm Boginski und der Geschäftsführer der WHG Wohnungsbau- und Hausverwaltungs-GmbH, Rainer Wiegandt, auf einer Pressekonferenz bekannt. Am Jahresbeginn hatte Eberswalde mit den Neubau-Plänen im Wettbewerb "Modellhafter Mietwohnungsneubau" des Landes Brandenburg eine Auszeichnung und die Zusage des Landes erhalten, für etwa 50 der geplanten 130 bis 150 Wohnungen eine Förderung zu erhalten. Für den anschließend ausgeschriebenen Architektenwettbewerb hatten anfangs 122 Büros ihr Interesse signalisiert. Nach dem Verfahren lagen der 17-köpfigen Jury schließlich 19 hochkarätige Entwürfe vor - sechs Preise waren ursprünglich geplant. In einer zwölfstündigen Marathon-Sitzung entschied sich die Jury schließlich einstimmig für drei Preisträger und zwei Ankäufe: Mit dem ersten Preis, mit dem ein Preisgeld in Höhe von 22.000 Euro verbunden ist, wird Architekturbüro PFP Planungs-GmbH Hamburg ausgezeichnet. Der zweite Preis, dotiert mit 16.000 Euro, geht an APB Architekten, Hamburg, und Platz 3 mit 9.000 Euro nehmen die Kieler Architekten sml studiomaikloss:architektur ein. "Es ist ein historischer Moment", so Friedhelm Boginski. "Nach zahlreichen Anläufen seit 1990 haben wir nun endlich für die letzte große innerstädtische Brachfläche einen sehr ansprechenden Entwurf vorliegen." Die WHG werde jetzt die nächsten Schritte gehen und prüfen, was machbar und umsetzbar ist.WHG-Geschäftsführer Rainer Wiegandt bedankte sich bei allen Beteiligten und sagte, dass die WHG stolz darauf sei, den Wettbewerb für dieses Projekt realisiert zu haben. Nun müssen alle Kräfte konzentriert werden, um das Vorhaben auch umzusetzen.Seit 1990 hat die städtische Tochter-Gesellschaft ca. 170 Millionen Euro in alle Stadtteile Eberswaldes investiert und dabei besonderen Wert auf Stadtbildprägendes gelegt. So sind u. a. das Haus am Stein, das Medienhaus, das Haus am Markt und die Messingwerksiedlung in alter Schönheit saniert bzw. neu gebaut worden. Der SiegerentwurfNach den Plänen der Hamburger Architekten soll das rund 3.500 Quadratmeter große Areal mit zehn kleineren Wohn- und Geschäftshäusern bebaut werden, die mit einer durchgängigen Fassade zu drei Blöcken zusammengefasst werden. Besonderen Wert soll dabei auf die Gestaltung der drei Innenhöfe mit labyrinthartigen, an die Altstadtgassen erinnernden Gassen gelegt werden.Nun müsse der Sieger-Entwurf so verbessert werden, dass er auch wirtschaftlich erste Wahl sei, erläuterte WHG-Geschäftsführer Wiegandt der Märkischen Oderzeitung. "Unser erklärtes Ziel ist es, im 20. Jahr der WHG, also im kommenden Jahr, zum ersten Spatenstich für das Projekt einladen zu können." Insgesamt seien dafür Baukosten um die 14 Millionen Euro geplant.

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