Die heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen machen deutlich: Auch auf dem Berliner und dem Brandenburger Arbeitsmarkt hält die positive Entwicklungstendenz an. "Die gute Konjunktur hat den saisonüblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar gedämpft. Das Beschäftigungswachstum gewinnt an Breite und die Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen bleibt auf hohem Niveau stabil", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank Weise, heute in Nürnberg.
Nach den Angaben der Bundesagentur für Arbeit nahm die Zahl der Arbeitslosen im Januar bundesweit um 239.000 auf 4,25 Mio. zu. Im Vergleich zum Januar 2006 bedeutet dies jedoch einen starken Rückgang um 764.000 Menschen. Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,6 auf jetzt 10,2 Prozent. In Berlin und Brandenburg waren im Januar insgesamt 499.830 Arbeitslose registriert. Das waren 24.996 mehr als im Vormonat und 63.891 weniger als im Januar 2006. Im Jahresvergleich sank die Arbeitslosenquote in der Region von 18,7 auf jetzt 16,6 Prozent, und damit um knapp zwei Prozentpunkte. In Berlin waren 278.927 Frauen und Männer als arbeitslos gemeldet. Das sind 9.466 mehr als im Dezember und 33.269 weniger als vor einem Jahr. Mit 16,6 Prozent lag die Quote um genau zwei Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Spitzenreiter mit einer Quote von 22 Prozent war der Bezirk Mitte, gefolgt von Neukölln (21,4%) und Friedrichshain-Kreuzberg (20,2%). Die geringste Arbeitslosigkeit wurde mit 10,8 Prozent in Steglitz-Zehlendorf registriert. Im Land Brandenburg nahm die Zahl der Arbeitslosen um 15.530 auf zuletzt 220.903 Personen zu. Im Jahresvergleich sank die Quote jedoch um über zwei Prozent auf 16,6 Prozent. Mit einer Quote von 23,6 Prozent war die Arbeitslosigkeit in der Uckermark am höchsten, gefolgt von Oberspreewald-Lausitz mit 22,1 und Elbe-Elster mit 21,7 Prozent. Auf der anderen Seite der Skala führt Potsdam-Stadt mit einer Quote von nur 10,8 Prozent. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze ist in Berlin-Brandenburg gegenüber dem Vorjahresmonat leicht gestiegen. Im Oktober 2006 waren 1.769.900 Männer und Frauen in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen tätig. Vor allem in den Bereichen der Zeitarbeit / Arbeitnehmerüberlassung, dem Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen, Verkehr und Nachrichtenübermittlung sowie Erziehung und Unterricht gab es eine positive Beschäftigungsentwicklung. Aber auch im Verarbeitenden Gewerbe, Energie- und Wasserversorgung sowie dem Gastgewerbe gab es mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte als vor einem Jahr. Insgesamt waren 31.368 Personen mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt als ein Jahr zuvor. Mit einer Steigerungsquote von 1,8 Prozent zum Vorjahr liegt die Region Berlin-Brandenburg 0,3 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt (1,5 Prozent).