ARBEITSMARKT BERLIN-BRANDENBURG: WOHNUNGSWIRTSCHAFT SCHAFFT BESCHÄFTIGUNG

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Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat in der brandenburgischen Wohnungswirtschaft deutlich zugenommen. Dies geht aus den am 3. Januar vom Landesarbeitsamt Berlin-Brandenburg veröffentlichten Zahlen hervor. Ihnen zufolge nahm die Zahl der im "Grundstücks- und Wohnungswesen" Beschäftigten zwischen September 2005 und September 2006 um mehr als 6.000 Personen zu. Damit ist die Branche beim Beschäftigungsaufbau in Brandenburg Spitzenreiter. Insgesamt waren in Brandenburg im Jahresvergleich 12.079 Personen mehr in Lohn und Brot. Mit einem Zuwachs von 1,7 Prozent bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen belegt das Land bundesweit sogar einen Spitzenplatz. Während die Nachfrage nach Beschäftigung im Grundstücks- und Wohnungswesen stark zunahm, verzeichnete die Bauwirtschaft einen Verlust von gut 600 Stellen. Insgesamt betrug die Arbeitslosenquote in Brandenburg im Dezember bei 15,4 Prozent - im Dezember 2005 hatte sie noch bei 16,7 Prozent gelegen. Damit setzt sich der positive Beschäftigungstrend in Brandenburg weiter fort. Deutlich über dem Durchschnitt lagen die Quoten in den Kreisen Uckermark (22,4%), Oberspreewald-Lausitz (21,2%) und Dahme-Spreewald (19,3%). Potsdam stach mit einer Quote von nur zehn Prozent besonders hervor. Auch Berlin verzeichnete im Jahresvergleich einen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Mit einem Zuwachs der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse um 1,6 Prozent fällt der Zuwachs hier zwar niedriger aus als in Brandenburg, liegt aber immer noch deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 1,3 Prozent. Auch in der Bundeshauptstadt war der mit Abstand größte Beschäftigungszuwachs im Bereich Grundstücks- und Wohnungswesen zu verzeichnen. Die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse nahm hier um mehr als 12.000 zu, insgesamt stieg die Beschäftigung um gut 16.500 Stellen. Die Berliner Arbeitslosenquote betrug im Dezember 2006 16 Prozent, im Vorjahr waren noch 17,8 Prozent als arbeitslos registriert. Am höchsten sind die Quoten in den Bezirken Mitte (22,3%), Neukölln (20,9%) und Friedrichshain-Kreuzberg (19%). Auf der anderen Seite verzeichnete Steglitz-Zehlendorf eine Quote von nur 10,2%. Nach Informationen des Landesarbeitsamtes Berlin-Brandenburg wurde das Gros der neuen Stellen im Bereich "Wohnungs- und Grundstückswesen" von Zeitarbeitsfirmen geschaffen. Für die Mitarbeiter dieser Unternehmen ist die Vereinbarung von Mindestlöhnen im Gespräch, aber derzeit noch nicht verbindlich geregelt.