ANTRAGSFLUT FÜR FÖRDERPROGRAMM UNESCO-WELTERBESTÄTTEN

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Der Aufruf des Bundes zeigt Wirkung, der Unterstützungsbedarf beim Erhalt der Welterbestätten ist offenbar enorm. Aus allen 33 Welterbestätten in Deutschland sind im Bundesbauministerium Förderanträge für insgesamt über 250 einzelne Projekte eingegangen. Da der Bedarf die Erwartungen deutlich übertrifft, hat der Bundesbauminister über die bisher für das Programm veranschlagten 150 Millionen Euro hinaus noch einmal jeweils 100 Millionen in den Haushalten 2010 und 2011 beantragt. Das Spektrum der beantragten Förderprojekte reicht dabei von Sanierungsmaßnahmen über Neu- und Erweiterungsbauten für Museen und Dokumentationszentren, Wegeleitsysteme bis hin zu Konzepten, die Welterbestätten mit der Entwicklung der Stadt, des Tourismus oder des Verkehrs in Einklang zu bringen.So möchte Eisleben das Museumsquartier samt Umfeld aufwerten. Die Wartburg soll saniert werden. In Weimar sollen die Bauhausstätten saniert und ein stadtweites Informations- und Leitsystem für Besucher entwickelt werden, zudem ist ein denkmalpflegerisches Konzept für den Alten Friedhof geplant. In Aachen sollen am Dom die Besucherströme besser gelenkt werden. Stralsund will die Altstadt aufwerten. In Würzburg soll die städtebauliche Situation einschließlich der Verkehrsplanung rund um die Residenz optimiert werden. Bad Muskau plant ein Parkhaus für die Besucher rund um den Fürst-Pückler-Park. Quedlinburg braucht Geld, um den Schlossberg, die Stiftskirche und das Schloss zu sichern.Die Anträge werden nun gesichtet und dann durch ein unabhängiges Expertengremium bewertet. Im Mai wird die Empfehlung der Experten vorliegen, die ersten ausgewählten Projekte können dann ab Juni starten.