ANTEIL DER EINWOHNER MIT MIGRATIONSHINTERGRUND IST LEICHT GESTIEGEN

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Nach den Ergebnissen des letzten Mikrozensus hatten im Jahr 2008 rund 15,6 der 82,1 Millionen Einwohner Deutschlands einen Migrationshintergrund. Das heißt, 19 Prozent der Bevölkerung sind seit 1950 nach Deutschland zugewandert oder Nachkommen von Zugewanderten. Damit ist der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund leicht gestiegen (2007: 18,7%). Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) geht der gestiegene Anteil auf zwei Ursachen zurück: Gegenüber 2007 ist die Bevölkerung mit Migrationshintergrund durch Zuzug und Geburten um 155.000 angewachsen, während die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund um 277.000 auf 66,6 Millionen zurückgegangen ist.Von der Bevölkerung mit Migrationshintergrund waren etwa 7,3 Millionen Ausländerinnen und Ausländer (8,9% der Bevölkerung), und 8,3 Millionen Deutsche mit Migrationshintergrund (10,1% der Bevölkerung). Damit ist die Zahl der Ausländer um 10.000 zurückgegangen, die der Deutschen mit Migrationshintergrund hat um 166.000 zugenommen.Europa ist für die Migration in Deutschland quantitativ besonders bedeutsam: es stellt 78 Prozent der 14,3 Millionen nach ihren Wurzeln zuordenbaren Menschen mit Migrationshintergrund. Aus den 27 Mitgliedsländern der Europäischen Union kommen 33,8 Prozent. Europa wird gefolgt von Asien/Ozeanien mit 15,1 Prozent.Die Türkei führt mit gut 2,9 Millionen die Liste der wichtigsten Herkunftsländer an, gefolgt von den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion mit zusammen knapp 2,9 Millionen, Polen mit 1,4 Millionen und den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens mit zusammen 1,3 Millionen. Auf die traditionellen Gastarbeiter-Anwerbeländer Italien und Griechenland entfallen rund 795.000 bzw. 391.000 Menschen. Der Unterschied zwischen den Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ist hinsichtlich vieler Merkmale deutlich ausgeprägt. So sind Personen mit Migrationshintergrund deutlich jünger als jene ohne Migrationshintergrund (34,4 gegenüber 45,3 Jahre), weitaus häufiger ledig (45,5% gegenüber 38,4%), und der Anteil der Männer unter ihnen ist höher (50,4% gegenüber 48,6%). Sie leben häufiger im früheren Bundesgebiet beziehungsweise in Berlin (96,0% gegenüber 81,3%). Ein fehlender allgemeiner Schulabschluss ist bei ihnen häufiger anzutreffen (14,2% gegenüber 1,8%), ebenso ein fehlender beruflicher Abschluss (44,3% gegenüber 19,9%). Außerdem sind Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von 25 bis 65 Jahren nahezu doppelt so häufig erwerbslos wie jene ohne (12,4% gegenüber 6,6% aller Erwerbspersonen) oder gehen ausschließlich einer geringfügigen Beschäftigung, zum Beispiel einem Minijob, nach (13,7% gegenüber 9,0% aller Erwerbstätigen).