Die zunehmende Kräftenachfrage infolge der guten Konjunktur und ein leicht rückläufiges Kräfteangebot haben die Arbeitslosigkeit 2007 deutlich sinken lassen, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Im Jahresdurchschnitt waren bundesweit 3.776.000 Menschen arbeitslos, 711.000 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote belief sich im Jahresdurchschnitt 2007 auf 9,0 Prozent, eine Abnahme um 1,8 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.
In Ostdeutschland war die Arbeitslosenquote mit 15,1 Prozent auch 2007 nach wie vor deutlich größer als in Westdeutschland mit 7,5 Prozent.Im Dezember 2007 ist die Arbeitslosenzahl in Deutschland um 28.000 auf 3.406.000 gestiegen, was einer unveränderten Arbeitslosenquote von 8,1 Prozent entspricht. Der Anstieg war damit deutlich geringer als im Durchschnitt der letzten drei Jahre (+98.000), aber etwas stärker als im Dezember 2006 (+13.000). Gegenüber dem Vorjahr wurden im Dezember 602.000 weniger Arbeitslose gezählt. Der Rückgang beruhe vor allem auf dem konjunkturell bedingten Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Saisonbereinigt errechne sich erneut eine kräftige Abnahme der Arbeitslosigkeit im Dezember von 78.000. Der Trend der vergangenen Monate setze sich damit sogar noch verstärkt fort. Ursachen für die verminderte Winterarbeitslosigkeit seien zum einen das milde Wetter und zum anderen das 2006 eingeführte Saisonkurzarbeitergeld. In Berlin und Brandenburg waren im Dezember insgesamt 420.486 Arbeitslose gemeldet, 5.171 mehr als im Vormonat und 54.392 weniger als vor einem Jahr. Mit 13,9 Prozent lag die Arbeitslosenquote in der Region um 0,2 Prozentpunkte über der des Vormonats und um 1,9 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Auf Berlin entfielen 238.344 Arbeitslose. Das sind 1.560 mehr als im November. Gegenüber dem Vorjahr sind in Berlin 31.155 Menschen weniger arbeitslos. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 14,2 Prozent und lag damit um 1,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Deutlich über dem Berliner Durchschnitt lagen die Bezirke Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg mit einer Quote von 18,7 bzw. mit 18,6 Prozent. Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf bewegte sich die Arbeitslosenquote mit 9,1 Prozent weiter deutlich unter dem Durchschnitt.In Brandenburg lag die Arbeitslosenquote bei 13,5 Prozent, eine Zunahme gegenüber dem Vormonat von 0,3 Prozentpunkten, gegenüber dem Vorjahreswert (15,4 %) um 1,9 Prozentpunkte. Die Arbeitslosenzahl stieg auf 182.142. Das sind 3.611 oder zwei Prozent mehr als im November. Der Landkreis mit der mit Abstand höchsten Arbeitslosenquote war Uckermark mit 20,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote in Potsdam-Stadt und Mittelmark war mit 8,4 bzw. 8,7 Prozent dagegen weiterhin besonders niedrig. Auch der Landkreis Dahme-Spreewald verzeichnete mit neun Prozent einen einstelligen Wert.