Analphabetismus ist kein Tabu-Thema

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"Wir beteiligen uns an diesem Projekt, weil wir als kommunales Unternehmen unseren Kunden weit mehr als Wohnen bieten wollen – wir sehen es vielmehr als unsere Aufgabe, auch Ansprechpartner für Menschen in besonderen Lebenssituationen zu sein", sagt Martina Göhring, Teamleiterin Kundenmanagement bei der GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH.

"7,5 Millionen Menschen in Deutschland können nur unzureichend lesen und schreiben. In Potsdam sind mehr als 14.000 Personen davon betroffen. Nur sehr wenige finden den Weg in die Lese- und Schreibkurse an der Volkshochschule Potsdam, was vor allem auf die Tabuisierung des Themas zurückzuführen ist", erläutert Katrin Wartenberg, die als Grundbildungsbeauftragte das Projekt an der Volkshochschule Potsdam koordiniert. "Die meisten wissen auch gar nicht, dass sie als Erwachsene noch die Möglichkeit haben, lesen und schreiben zu lernen", so Wartenberg weiter. Eine Möglichkeit, Menschen mit gravierenden Lese- und Schreibproblemen zu erreichen, ist die direkte Ansprache in einer konkreten Situation. "Da das Thema sehr sensibel ist, braucht es dafür Fingerspitzengefühl und die passenden Worte. Bei dem Seminar wurde sehr anschaulich vermittelt, wie man Menschen mit Schriftsprachdefiziten erkennt, anspricht und informiert", erklärt Martina Göhring.

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 Kerstin Braun
Kerstin
Braun
Mitarbeiterin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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