Am 8. Januar fand in Potsdam die feierlichen Gründungsveranstaltung des neuen "Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg" statt, das mit Beginn dieses Jahres die Aufgaben des ehemaligen Statistischen Landesamtes Berlin und des bisherigen Statistikbereiches im Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik (LDS) Brandenburg übernimmt.
Innenminister Jörg Schönbohm und Innensenator Dr. Ehrhart Körting bezeichneten das neue Amt als "Musterlösung für gemeinsame Einrichtungen beider Länder". Der durch Staatsvertrag gegründete gemeinsame Statistik-Dienstleister hat mit seinen 465 Mitarbeitern seinen Sitz in Potsdam und unterhält Standorte in Berlin, Cottbus sowie bis zum Jahr 2008 auch in Frankfurt (Oder).Zum Kern der Statistikaufgaben des Amtes gehört die Durchführung von jährlich rund 250 Bundesstatistiken. Als Anstalt öffentlichen Rechts ist das neue Amt in der Lage, diese hoheitlichen Aufgaben zu erfüllen, ohne auf betriebswirtschaftliche Effizienz verzichten zu müssen. Dies wird nach Ansicht von Innensenator Dr. Körting langfristig auch dazu dienen, die Kosten deutlich zu senken: "Weniger Geld für ineffektive Parallelarbeit bedeutet mehr Geld für notwendige staatliche Ausgaben."Zum Vorstand des Amtes wurde die vorherige Direktorin des Statistischen Landesamtes Berlin, Frau Prof. Dr. Rockmann, bestellt. Ständige Vertreterin ist Christiane Siegmund, die seit 1991 die Abteilung Statistik im LDS Brandenburg leitete. Der Verwaltungsrat wird paritätisch aus Mitgliedern beider Länder besetzt.Das Dienstleistungsangebot des neuen Statistik-Amtes ist im Internet unter www.statistik-berlin-brandenburg.de abrufbar. Dort sind auch die Kontaktadressen für Auskünfte, Beratung und Koordination zu finden.