ALG II-WOHNUNGSKOSTEN IM ERSTEN QUARTAL 2006 UM EIN VIERTEL GESTIEGEN

PDF
Der Deutsche Städtetag hat mit Sorge darauf hingewiesen, dass die Zahl der Leistungsbezieher nach dem Hartz-IV-Gesetz und die damit verbundenen Kosten für Bund und Kommunen immer weiter steigen. Wie die Bundesagentur für Arbeit bestätigt habe, hätten allein die Wohnungskosten für Arbeitslosengeld II-Empfänger im ersten Quartal 2006 knapp 25 Prozent über denen des Vorjahreszeitraums gelegen, so der DStGB. Die vorläufige Zahl der Bedarfsgemeinschaften, die Arbeitslosengeld II beziehen, habe im März bereits bei 3,92 Millionen gelegen. Damit sei die Zahl seit Januar 2005 (3,3 Millionen Bedarfsgemeinschaften) um über 600.000 gestiegen. Die Entwicklung im ersten Quartal zeige, dass eine dramatische Kostenexplosion für die Haushalte von Bund und Kommunen zu befürchten sei, kommentierte der DStGB-Hauptgeschäftsführer Dr. Stephan Articus die Zahlen. Sollte der Trend nicht umgekehrt werden, könnten allein die Wohnungskosten für Langzeitarbeitslose – ohne das Arbeitslosengeld II selbst – in 2006 zwei bis drei Milliarden Euro über den Ausgaben des vergangenen Jahres liegen. Da sich der Bund mit einer fixen Quote von 29,1 Prozent an den Wohnungskosten beteiligt, wäre der Löwenanteil des Anstiegs von den Kommunen zu tragen. Allein im ersten Quartal 2006 habe der Zuwachs bei den Wohnungskosten im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres rund 585 Millionen Euro betragen.