Die Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Senftenberg (KWG) hat den Rückbau der beiden Hochhäuser in der Bergbaustr. 6-10 und A.-Hennecke-Str. 6-10 weitest gehend abgeschlossen. In den nächsten Wochen wird der Bauschutt abtransportiert und die Freifläche anschließend begrünt.
Mit den 291 zuletzt leer stehenden Wohnungen hat die KWG seit 2002 in Senftenberg im Rahmen des Stadtumbaus Ost insgesamt 1.142 Wohnungen vom Markt genommen. Damit ist es der Gesellschaft gelungen, den Leerstand in Senftenberg mit aktuell 13 Prozent unter Kontrolle zu halten. Ohne den Stadtumbau und den damit verbundenen Abriss würde heute mehr als jede vierte Senftenberger Wohnung leer stehen. Eine Außenprüfung des Landesrechnungshofes in diesem Jahr in Senftenberg ergab, dass die Förderrichtlinien des Landes für den Abriss eingehalten wurden. Dazu gehört auch, dass das mit der Kommune und den Banken abgestimmte Stadtumbaukonzept bzw. Unternehmenssanierungskonzept planmäßig umgesetzt wird. Für die Wohnungsgesellschaft gibt es durch den Bevölkerungsrückgang keine Alternative zum Abriss. Die KWG ist nicht nur in Senftenberg, sondern auch in Großräschen und Schipkau einer der Hauptakteure beim Rückbau von nicht mehr benötigtem Wohnraum. Entsprechend der abgestimmten Stadtumbaukonzepte wurden bisher in Großräschen 659 und in Schipkau 216 Wohnungen vom Markt genommen. Damit ergibt sich für den Gesamtbestand der KWG eine Summe von 2.017 abgerissenen Wohnungen.Durch die demografische Entwicklung ist der Schrumpfungsprozess in der Region noch nicht beendet. Der BBU gratulierte der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Senftenberg (KWG) zu ihren Erfolgen im Stadtumbau. "Ohne den konsequenten Abriss von Wohnungen würde heute in Senftenberg ein Viertel des Bestandes leer stehen", hob BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt anerkennend hervor. Das zeige, wie wichtig die systematische Fortsetzung des Stadtumbaus sei. Dennoch stünden im Land Brandenburg bei Mitgliedsunternehmen des BBU weiterhin 43.000 Wohnungen leer. "Bis 2030 könnten weitere 150.000 Wohnungen dazu kommen. Deshalb muss der Stadtumbau Ost auch über das Jahr 2010 hinaus fortgesetzt werden. Der Stadtumbau muss mindestens noch für die nächsten zehn bis 15 Jahren höchste politische Priorität haben. Mit Lippenbekenntnissen ist es da nicht getan. Der Stadtumbau Ost braucht Finanzierung, und wir brauchen weiteren Rückbau. Hier geht es um die Existenz der Kommunen."