90 Prozent der Berliner halten es für wichtig, im eigenen Haushalt Energie zu sparen und weniger Strom zuverbrauchen. 91 Prozent sind sogar bereit, in moderne Technik und Produkte zu investieren, um den Stromverbrauch zu senken. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Energieunternehmen Nuon Deutschland in Auftrag gegeben hat.
Das Meinungsforschungsinstitut Info GmbH hat für die Umfrage mehr als 1.000 Personen in Berlin und Hamburg befragt. Auf die Frage: "Wie wichtig ist es Ihnen im eigenen Haushalt elektrische Energie zu sparen, d. h. weniger Strom zu verbrauchen?", antworten neun von zehn Berlinern "wichtig" oder "sehr wichtig". Dabei sind es vor allem die Frauen, die diesem Aspekt eine hohe Priorität einräumen (Berlin: 64 % Frauen, 50 % Männer). Deutlich weniger Zustimmung kommt von den jungen Menschen, die nur zu 38 Prozent bzw. 39 Prozent mit "sehr wichtig" antworten.Eine sehr große Mehrheit will beim Kauf eines neuen Haushaltsgeräts den Aspekt der Energieeffizienz stärker berücksichtigen. In Berlin halten das 70 Prozent für sehr wichtig, 22 Prozent für wichtig. Auch hier sind es wieder die Frauen, die der Frage ein größeres Gewicht einräumen (Berlin: 76 Prozent zu 62 Prozent Frauen/Männer). Und erneut sind es die jungen Menschen zwischen 14 und 29 Jahren, die deutlich weniger Wert auf die Energieeffizienz zukünftiger Geräte im Haushalt legen (Sehr wichtig: in Berlin 39 %Die Befragten sind außerdem bereit, in stromsparende Technik zu investieren, "auch wenn die Anschaffungskosten hierfür im Vergleich zu anderen Geräten höher wären". In Berlin beantworten diese Frage 90 Prozent mit Ja. Hier fällt auf, dass selbst Personen mit niedrigem Bildungsgrad und geringem Haushaltsnettoeinkommen gewillt sind, um Strom zu sparen, mehr Geld für ein neues Haushalts-Großgerät auszugeben. Die Mehrkosten können für den Großteil der Befragten zwischen sechs und 20 Prozent liegen. Mehr als jeder Zweite sagt, ein neues Gerät könne sogar mehr als 21 Prozent teurer sein.Nur mäßig zufrieden sind die Befragten mit den Informationsangeboten von Energieanbietern. Auf die Frage: "Inwieweit reichen die Informationsangebote aus?", vergeben Berliner und Hamburger nur eine 3. So haben viele nur einen geringen Kenntnisstand über die Energieeffizienzstufen bei elektrischen Haushalts-Großgeräten. Die Energieeffizienzstufen A = sehr hoch bis G = sehr gering sind demnach jedem Vierten bzw. Fünften nicht bekannt.