Am 9. Februar 1984 wurde der Grundstein für die Großsiedlung Neu-Hohenschönhausen gelegt. Mit seinen fünf-, sechs- und elfgeschossigen Bauten sowie den Punkthochhäusern entlang der Zingster Straße kann der Stadtteil als Beispiel für Wohnungsbau im großen Stil dienen. Zwischen 1984 und 1990 – in nicht einmal fünfeinhalb Jahren – entstanden hier rund 30.000 Wohnungen für über 90.000 Menschen. Neben den vier Wohngebieten gehörten Schulen, Kindergärten, Kaufhallen, Wohngebietsgaststätten und Kultureinrichtungen zum damaligen Bauprogramm. Am Reißbrett geplant, verfügt das Wohngebiet über eine gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Berliner Innenstadt – damals wie heute.
Großsiedlungen verfügen über Potenzial, das es zu erhalten und auszubauen gilt. Mit 22.500 Wohnungen in Gesamt-Hohenschönhausen bietet die HOWOGE rund 40.000 Menschen ein breites Wohnungsangebot zu bezahlbaren Mieten. "Mittels einer gezielten Vermietungsstrategie achten wir darauf, dass die Berliner Mischung auch in diesen Quartieren erhalten bleibt", sagt Stefanie Frensch, Geschäftsführerin der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH. "Gute Mieterzufriedenheitswerte und ein Leerstand von unter einem Prozent im Kernbestand zeigen uns, dass die oft mit Vorurteilen belegten Großsiedlungen Hohenschönhausens von ihren Bewohnern durchaus positiv betrachtet werden und ihnen zur Heimat geworden sind."In den kommenden Jahren plant die HOWOGE weitere Investitionen am Standort. Mit verschiedenen Neubauprojekten sollen im ersten Schritt rund 300 Wohnungen für Hohenschönhausen gebaut werden. Auf dem Gelände zwischen Konrad-Wolf-Straße und Mittelstraße werden derzeit 157 Wohnungen errichtet – gleichzeitig beginnen in diesem Jahr die Bauarbeiten an der Reichenberger Straße und der Neustrelitzer Straße. Hier entstehen jeweils rund 60 Wohnungen. Weitere Standorte befinden sich in einem frühen Planungsstadium. Neben dem Bau neuer Wohnquartiere stehen für das Jahr 2014 umfangreiche Sanierungsmaßnahmen am Prerower Platz an. Die im Jahr 2013 von der HOWOGE gekauften rund 950 Wohneinheiten und 48 Gewerbeeinheiten um die Straßenzüge Prerower Platz 10–12, Zingster Straße 2–12 und 18–22 sowie Ahrenshooper Straße 11–35 werden umfassend saniert und instand gesetzt. Ziel ist es, mit der Aufwertung der Gebäude aktiv zur Entwicklung des Quartiers beizutragen und gleichzeitig bezahlbaren sowie attraktiven Wohnraum im Bezirk zu schaffen. Der Baustart soll Mitte/Ende 2014 erfolgen.Hohenschönhausen hat sich in den letzten Jahren als lebendiges und familienfreundliches Wohngebiet etabliert. Die HOWOGE wird mit ihrer Kiezförderung zur Verbesserung der sozialen und kulturellen Infrastruktur in den eigenen Quartieren und der gesamten Umgebung weiter beitragen. So werden beispielsweise leerstehende Gewerberäume am Prerower Platz zur Zwischennutzung an Künstler als Ateliers vergeben.
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