1893 setzt beim Sanierungsprojekt BRAND.VIER digitale Projektsteuerung ein

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Im Mai 2021 werden die Sanierungen der Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG für das Großprojekt Brandenburgisches Viertel in Eberswalde weitergehen. Dabei wird die Kooperationsvereinbarung mit Stadt, Landkreis und Land umgesetzt. Die Genossenschaft verwendet dabei eine webbasierte Plattform zur Steuerung und Überwachung ihres Großprojektes.

Es sind nicht nur die 168 Wohnungen in den diesmal vier Häusern oder die spektakulären Grundrissänderungen in der Platte und die zahlreichen Um-, Aus- und Wiedereinzüge der Mitglieder, die diesen nächsten Sanierungsschritt so besonders machen. All das hat 1893 Projektsteuerin Beatrice Reich schon erlebt. Bei diesem Schritt kommt eine neue Technik hinzu: Die web-basierte Plattform Sablono wird zur Steuerung und Überwachung des Großprojekts eingesetzt und bildet nun die Grundlage für das Sanierungsprojekt BRAND.VIER. Dahinter verbirgt sich ein digitales Prozessmanagement, das komplexe Bauprojekte bis zur kleinsten Aufgabe aufschlüsselt und so für jeden Beteiligten vereinfacht. Jede Aufgabe ist wiederum mit anderen Aufgaben verknüpft. Sablono bildet die Abhängigkeiten zwischen diesen Aktivitäten ab.

Gleicher Informationsstand für alle glättet wertvolle Ressourcen

Erst, wenn ein Gewerk eine bestimmte Aufgabe erledigt hat, kann das nächste Gewerk loslegen. Damit das gelingt, war bisher eine ständige Kommunikation zwischen Bauleitern und Gewerken notwendig. Verschob sich die Arbeit eines Gewerkes, mussten die Bauleiter telefonisch die Folge-Gewerke informieren. Dabei war kaum zu vermeiden, dass alle Akteure verschiedene Informationsstände hatten.
Mit einem Blick auf die Plattform oder in die App weiß nun jedes Gewerk, was als nächstes zu tun ist. Die Firmen sehen ihre Aufgabe und erhalten eine Benachrichtigung, wenn die Aufgaben davor erledigt ist. Sie selbst setzen wiederum eine Aufgabe auf erledigt, wenn sie abgearbeitet ist. Bauleiter, Planer und Bauherren können den Baufortschritt in Echtzeit verfolgen. Wird eine Aufgabe nicht rechtzeitig fertig, verschieben sich automatisch alle weiteren Aufgaben, die davon abhängig sind. Die Auftragsplaner in den Baufirmen sehen rechtzeitig und zuverlässig, wann sie ihre Teams auf die Baustellen schicken müssen. Es gibt weder Leerlaufzeiten noch umsonst angerückte Handwerker.

Einfache Umsetzung für die Baufirmen

Für die Handwerker vor Ort ist der Zusatz-Aufwand sehr gering. Jedes Projektelement – zum Beispiel eine Wohnung oder ein Kellerraum – bekommt einen QR-Code. Diesen scannen die Handwerker beim Betreten mit ihrem Smartphone. Sie sehen genau, welche Aufgaben zu machen sind und setzen sie je nach Fortschritt auf begonnen oder erledigt. Auch die Kosten bleiben mit der Software immer im Blick. Denn in jeder Aufgabe sind die Kosten aus dem Leistungsverzeichnis hinterlegt. Ist eine Leistung abgearbeitet, kommt sie theoretisch auf die Rechnung. Daraus ergeben sich Summen, die die 1893 in Echtzeit beobachten und in die laufenden Zahlungen einstellen kann.

Die Projektsteuerung bei der 1893

Mitarbeiter Bruno Bohn hat die Administration von Sablono bei der 1893 übernommen. Etwa 10.000 Aktivitäten hat er bereits für das „Quartier Cottbus“ angelegt. Das klingt nach viel Arbeit im Vorfeld. Da es aber bestimmte Abläufe gibt, die sich in den Wohnungen, Hauseingängen, Treppenhäusern usw. immer wiederholen, lassen diese sich immer wieder kopieren.
Die 1893 ist übrigens mit ihren aktuell 10.000 Aktivitäten ein vergleichsweise kleiner Nutzer der Software. Für den „Dubai Uptown Tower“ hat ein Planungsunternehmen rund 250.000 Aktivitäten mit Sablono verwaltet, für „The Royal Atlantis Resort & Residences“ in Dubai, waren es 77.000 Aktivitäten und für Teile der „Mall of Berlin“ 50.000 Aktivitäten.

Fotos: die 1893; Grafik: Sablono für die 1893

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 Silke Schendel
Silke
Schendel

Referentin

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