Auch wenn Berlin als eine der grünsten Metropolen der Welt gilt, so fehlen der Stadt dennoch nach Schätzungen von Experten etwa 10.000 Bäume. Außerdem sind die bereits vorhandenen etwa 440.000 Bäume bedroht, da ihre Lebensgrundlage durch Streusalz, Hundeurin, Erdgas oder eingeschleppte Schädlinge immer mehr zerstört wird. Dazu kommen Sturmschäden.
Im Jahr 2012 wurde daher von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz die Kampagne „Stadtbäume für Berlin“ aus der Taufe gehoben, mit der Spenden eingeworben werden sollen. Die Idee: Ein neu gepflanzter Baum schlägt einschließlich Pflege in den ersten drei Jahren mit ca. 2.000 Euro zu Buche. Sobald ein Spendenbetrag von 500 Euro für einen bestimmten Baum vorliegt, wird der Baum gepflanzt und die Senatsverwaltung übernimmt die Restfinanzierung. Auf diese Weise sind bisher etwas über 800.000 Euro an Spenden zusammengekommen.
Der Standort in der Barfusstraße 20c befindet sich vor einem jüngst fertig gestellten Wohnungsneubau der „Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG“, die in direkter Nachbarschaft auch die Siedlung Schillerpark betreibt. Sie wurde in den 1920er Jahren von Bruno Taut gebaut und 2008 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Die Genossenschaft feiert 2017 ihren 125. Geburtstag. Die Linde und die Pflanzung sind daher als kleines Geburtstagsgeschenk und Anerkennung für die Genossenschaft zu verstehen. Der Baum wird mit dem Spruch „Innovation aus Tradition seit 1892“ der Genossenschaft und dem Genossenschaftsgedanken gewidmet.
Bilder: Catrin Wolf
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